Premiere von Momo 2009© Frank Uhlich

Erfolge des Vereins

Meilensteine

Meilensteine

Gründung des Vereins

Gemeinsam mit sechs weiteren Mitstreitern gründete der Regisseur und Pädagoge Werner Haas am 16. April 2009 den „Verein zur Förderung der Küchwaldbühne e. V.“ – heute „Küchwaldbühne e. V.“ Der Verein erarbeitete ein Konzept zur Nutzung der Küchwaldbühne als Naturbühne für Theater-, Kunst- und Konzertveranstaltungen für zunächst 500 Besucher. Ziel war die Wiederbelebung der Bühne mit dem Stück „Momo“. Der Verein war seit der Schließung 1990 der achte Wiederbelebungsversuch – die „Oktave“ – für die Küchwaldbühne.

Gemeinschaftliche Arbeitseinsätze

Nach der Unterzeichnung eines Probespielvertrages mit der Stadt Chemnitz konnten die Mitglieder erstmals das Gelände betreten. Nach einer artenschutzgerechten Freigabe des Geländes beteiligten sich viele Vereinsmitglieder, Schauspieler der Theatergruppe und Unterstützer an gemeinsamen Wochenendeinsätzen, um das verwilderte Areal wieder bespielbar zu machen. Die Proben und der Kulissenbau begannen auf dem bereits freigelegten Bereichen.

Premiere von Momo

Im Frühjahr 2010 gründete der Verein eine Theatergruppe. Das Stück „Momo“ von Michael Ende konnte durch die von zwei Castings gewonnenen Laienschauspieler doppelt besetzt werden. Mit der Premiere am 20. August konnte nach fast 20 Jahren Schließzeit die Küchwaldbühne zu neuem Leben erweckt werden. Der Verein begrüßte auch in den folgenden Jahren zahlreiche Gäste auf der alten wie neuen Bühne.

Neue Bankreihen

Die ehemaligen Bankreihen wurden während der Schließungszeit demontiert. Da die provisorisch aufgestellten Bierbänke kein Dauermerkmal der Bühne werden sollten, ermöglichte der Verein Bankspenden. Dadurch konnten im Laufe der folgenden Jahre alle 800 Plätze mit neuen Bänken versehen werden. Einen großen Teil davon steuerte unser Sponsor PŸUR bei.

Eigene Theatergruppe

Nach dem Erfolg von „Momo“ wurden in den darauffolgenden Jahren mit zahlreicher Mitwirkung weitere Theaterstücke inszeniert, u. a. „Emil und die Detektive“, „Der Räuber Hotzenplotz“, „Der kleine Prinz“ oder „Die Konferenz der Tiere“.

Sanierung der Außenfassade

Sandstein wie den der ursprünglichen Fassade von vor 50 Jahren war weder aufzutreiben noch zu kaufen. Glücklicherweise spendete unser Sponsor GGG Sandsteinplatten aus dem zeitgleich sanierten Kaufhaus Schocken, die aus derselben Zeit stammen wie die Fassade der Küchwaldbühne.

Vielfältige Gastspiele

Ab 2011 kamen erstmals professionelle Gastspiele auf die Bühne, so z. B. das Fritz Theater, das Musical Mobil, Studio WM, das Ballastorchester, Faust'n'Rock, ABBA unforgettable, das Theaterpack Leipzig, u. a.

Eröffnung der Freitreppe

Zu den Treppenfestspielen 2012 konnte erstmals wieder die große Freitreppe offiziell betreten werden. Nur durch zahlreiche freiwillige Arbeitseinsätze vieler Mitglieder und durch Unterstützung regionaler Bauunternehmen konnte die Sanierung gelingen.

Sommer-Theatercamp

Initiiert vom Fritz Theater, haben Kinder, die sich im Schauspielen ausprobieren wollen, jeden Sommer die Möglichkeit, beim Theatercamp dabei zu sein. Eine ganze Woche lang proben sie und arbeiten auf ihren Auftritt am letzten Tag hin. In Kooperation mit dem Schullandheim des KJF e. V. im Chemnitzer Küchwald, wo die Kinder übernachten, bietet die Küchwaldbühne das Camp gemeinsam mit einem Theaterpädagogen an.

Sanierung des rechten Flügels

Der verwitterte und durch einen Brandanschlag schwer beschädigte rechte Flügel konnte durch Unterstützung der Freien Presse und durch Zuschüsse der Stadt Chemnitz denkmalgerecht saniert werden. Heute dient der Raum im Obergeschoss privaten Feiern oder Workshops.

Wiederkehrende Veranstaltungen

Im Jahr 2012 starteten zwei jährlich wiederkehrende Traditionen der Küchwaldbühne. Die Saison wird mit der Walpurgisnacht am 30. April eröffnet und klingt mit dem Kürbisfest am 31. Oktober aus.

Turmweihe

Der ehemalige Türmer unserer Stadt, Stefan Weber, weihte den Turm nach der Sanierung feierlich ein. Die Balkone selbst dürfen aus Sicherheitsgründen allerdings nicht genutzt werden, da ihre Brüstungshöhe nicht den heutigen Richtlinien entspricht.

Die Theater Chemnitz inszenieren Helden

Seit 2024 kommt das Schauspielhaus der Theater Chemnitz jeden Sommer in den Küchwald und inszeniert ein neues Heldenstück.

Barrierefreiheit

Durch Sanierung des Seitenzugangs und der Orchestergrabenbefestigung können nun Personen mit Rollstuhl sowie Familien mit Kinderwagen die Bühne barrierefrei besuchen. Für die Anfahrt stehen auch zwei Parkplätze im Gelände zur Verfügung.

Zuckertütenfest

Die Sächsische Verkehrswacht lädt einmal im Jahr alle Schulanfänger zur Schulanfängerparty ein, bei der den Kindern unterhaltsam die Regeln des Straßenverkehrs vermittelt werden.

Toiletten

2017 konnten mit städtischen Denkmalpflegemitteln WC-Anlagen eingerichtet werden, welche zum „Schüsselfest“ eingeweiht wurden.

10-Jahresfeier mit Anatevka

Zum 10-jährigen Bestehen des Vereins wurde unter der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten das Broadway-Musical „Anatevka“ aufgeführt. Die Aufführungen führten zum Besucherrekord des Vereins.

Ehemaliges Bildwerferhaus

Während der Schließungszeit wurde das Sgraffito an der Rückwand durch Witterung und Vandalismus dauerhaft zerstört. Auch dem Gebäude selbst setzte das Wetter über die Jahre zu: Schritt für Schritt wurden zunächst Dach und Wände, dann Türen und Fenster saniert. Heute ist das ehemalige Bildwerferhaus mit 40 Stühlen und einer Leinwand ausgestattet.

Neues Bühnenhaus

2018 wurde das Holzgebäude im hinteren Bereich der Bühne fertiggestellt. Dort können sich nun Schauspielende umkleiden und schminken.

Eröffnung der Küchwaldschänke

In Anlehnung an den Gasthof Küchwaldschänke, der früher an dieser Stelle stand, eröffneten die Gastronomen Max Querner und Thomas Häntzschel ein Bistro im linken Flügelgebäude mit Außenbereich.

Kulturhauptstadtprojekt „Unter dem Milchwald“

Im Kulturhauptstadtjahr 2025 wurden Gegenstände von Chemnitzerinnen und Chemnitzern gespendet, aus denen große Puppen für die Inszenierung von „Unter dem Milchwald“ gefertigt wurden. Die Puppen spielten dabei im Zuschauerraum und die Besucher saßen auf der Bühne. Die Inszenierung erfolgte durch Michael Schmidt nach der Idee von Jürgen Heidenreich, wie sie in Netzeband aufgeführt wird.