Freilichtbühne nach der Eröffnung© Archiv Küchwaldbühne

Geschichte der Freilichtbühne

Zeitstrahl

Zeitstrahl

Vom Wald zum Park

1136

Gründung des Benediktinerklosters St. Marien

Der dem Kloster zugehörige Wald lieferte neben Brennholz auch Wildbret und Früchte, wodurch der Name „Küch“-Wald geprägt wurde.

1885

Erwerb des Küchwaldes durch die Stadt Chemnitz

Dies kostete die Stadt 460.000 Mark. Der erste Chemnitzer Stadtgartendirektor Otto Werner ließ eine Festwiese anlegen.

1909

Einweihung der Küchwaldschänke

Die Küchwaldschänke war ein beliebtes Ausflugslokal mit großem Biergarten, am nordwestlichen Ende des Festplatzes.

1945

Die Küchwaldschänke wird durch eine Bombe zerstört

Die Überreste des Gebäudes wurden in den Neubau der Freilichtbühne integriert. So wurde die Freitreppe auf dem Gewölbe des Kellers aufgesetzt.

Ganz großes Kino

1955–63

Die Küchwaldbühne wird errichtet

Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks (NAW) wurde die Freilichtbühne mit 130.000 freiwilligen Arbeitsstunden von 32.000 Bürgern nach Entwürfen von Roland Hühnerfürst aufgebaut. Auf den geplanten zweiten Turm wurde aus Kostengründen verzichtet.

1960

Voreröffnung der Freilichtbühne

Am 4. Juli 1960 wird die Freilichtbühne zu den 2. Arbeiterfestspielen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) voreröffnet. Die Bühne bietet bis zu 4.500 Besuchern Platz für Theater, Kino und Konzerte.

1963

Feierliche Eröffnung der Freilichtbühne Küchwald

Nach der endgültigen Fertigstellung lebte die Bühne vor allem von regelmäßigen Kinoveranstaltungen an den Samstagen. Unterhaltungsfilme wie „Ben Hur“ und die Indianerstreifen der DEFA oder der Dokumentarfilm über die schwedische Popgruppe „ABBA“ lockten jährlich bis zu 120.000 Besucher an die Freilichtbühne.

1967–68

Installation der 480 m² großen Leinwand

32 Meter breit und 15 Meter hoch war die in einem einzigen Stück Baumwolle gewebte Leinwand. Die Premiere für 70-mm-Filme erlebten am 6. Juni 1968 Hunderte Zuschauer zu dem Märchenfilm „Dornröschen“.

1972

Eröffnung der Sommerfilmtage der DDR

Zu den Sommerfilmtagen kamen Filmdelegationen aus allen sozialistischen Ländern nach Karl-Marx-Stadt in den Küchwald. Es wurden eine Woche lang neue und alte Filme gezeigt.

Schließung der Freilichtbühne

1991

Schließung

Aufgrund von baulichen Mängeln und finanziellen Schwierigkeiten wurde die Freilichtbühne geschlossen. Auslöser war eine umgefallene Laterne, die ein Kind verletzte. Witterung und Vandalismus setzten der Bühne über die Jahre stark zu. Im rechten Flügel wurde Feuer gelegt. Der unten eingebundene Film „In einer lauen Sommernacht“ der Filmwerkstatt zeigt die Küchwaldbühne während der Schließungszeit mit Interviews von Zeitzeugen, bevor der Verein gegründet war.

2009

Gründung des Vereins

20 Jahre Schließzeit haben große Spuren hinterlassen. Die Gebäude der Freilichtbühne waren in einem Zustand, in dem man sie normalerweise abgerissen hätte. Beim Anblick des Zerfalls entstand beim Vereinsgründer Werner Haas eine Vision zur Wiederbelebung.